Vorteile eines Lean ERP

Beim Namen Lean denkt man zunächst an Lean Software Development. Dieser Begriff lehnt sich an die Lean Production an und überträgt die Prinzipien dieses Vorgangs auf die Entwicklung von Software. Zu den Prinzipien der Lean Production gehören, dass Verschwendung vermieden und Produktionsfaktoren aus allen Unternehmensbereichen sparsam und effizient eingesetzt werden sollen. Produktionsfaktoren können dabei Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, aber auch die Planung und Organisation von Unternehmensaktivitäten sein. In der Software-Entwicklung beinhaltet Lean Development vor allem eine agile Vorgehensweise unter Berücksichtigung folgender Faktoren: Vermeidung von Verschwendung, Integration von Qualität, Schaffung von Wissen, schnelles Vorgehen und ständige Optimierung.

Was aber bedeutet Lean ERP? Ein ERP-System steht für eine Software zur Ressourcenplanung eines Unternehmens bzw. einer Organisation. ERP integriert eine Vielzahl von Geschäftsanwendungen und Betriebsdaten, die in einer zentralen Datenbank verarbeitet und gespeichert werden.

In der Regel ist ein ERP-System ein sehr mächtiges und umfangreiches Stück Software, da es sämtliche betrieblichen Prozesse einschließt und abbilden kann. Auch die Wartung, der Betrieb und die Nutzung eines solchen Systems ist mit viel Aufwand verbunden. Kann ein ERP trotzdem schlank sein? Die klare Antwort: Ja. Denn in den letzten Jahren haben sich immer mehr “schlanke” ERP-Systeme auf dem Markt etabliert.

Schlank, flexibel und automatisiert

Ähnlich wie bei der Lean Production fokussiert ein Lean ERP die Schlüsselbereiche eines Unternehmens und verzichtet ganz bewusst auf Unnötiges. Charakteristisch für ein Lean ERP ist eine schlanke Architektur. Das Ziel dieser schlanken Systeme ist es, Prozesse innerhalb des Unternehmens zu optimieren, zu verschlanken und zu automatisieren.

Aufgrund dieser Flexibilität eignet sich ein Lean ERP besonders für Unternehmen, die sich im Wachstum befinden und deren Prozesse sich schnell ändern. Ein Lean ERP ist aufgrund seiner Architektur darauf ausgelegt, durch Anbindung externer Systeme flexibel mit den Bedürfnissen mitzuwachsen. Bestehende oder neue Systeme lassen sich oft einfach in ein Lean ERP integrieren. Daher ist es besonders für junge Unternehmen interessant, die noch nicht über feste Prozesse und Systeme verfügen.

Für diese Unternehmen schafft Lean ERP in folgenden Bereichen einen Mehrwert:

  • Prozessoptimierung
  • Vereinfachung der Verwaltung
  • Homogenisierung der IT-Infrastruktur
  • Zentralisierung von Berichten und Informationen

ERP-Einführung: Zeit und Geld spielen eine wichtige Rolle

Im Gegensatz zu den großen ERP-Systemen wie SAP ist ein Lean ERP relativ schnell implementiert. Einen exakten Zeitrahmen können wir an dieser Stelle nicht angeben, aber in der Regel lässt sich ein Lean ERP, je nach vorhandenen Strukturen und Prozessen, in etwa zwölf Wochen betriebsfertig einrichten. Plant man den Einsatz eines Marktführers, muss man mit bis zu zwölf Monaten (oder auch weitaus mehr) rechnen. Das schlägt sich natürlich auch den in den Kosten für das Projekt nieder.

Apropos Geld: ein nicht ganz unerheblicher Faktor sind die laufenden Betriebskosten. Auch in diesem Punkt ist das Lean ERP auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen ausgerichtet, die sich im Wachstum befinden. Oftmals gibt es drei bis vier Versionen mit unterschiedlich großem Funktionsumfang. Wächst das Unternehmen, können flexibel User hinzu gebucht werden. Bei den großen ERP-Anbietern hingegen sieht die Preisstruktur komplizierter aus. Neben den monatlichen Basiskosten für jeden Benutzer kommen weitere Kosten hinzu. Dazu gehören unter anderem Lizenzkosten, Hosting, Applikationsserver oder zusätzliche Funktionen. In Summe zahlt man bei den Platzhirschen ein Vielfaches – sowohl für die Implementierung als auch den laufenden Betrieb.

Lean ERP – für wen?

Für große Unternehmen, die ihre Produktion, Ihren Einkauf, die Buchhaltung, viele Standorte und internationale Unternehmenseinheiten sowie ihr CRM und andere Systeme in einem ERP abbilden wollen, kommt ein Lean ERP nicht in Frage. Ein Lean ERP richtet sich eher an Unternehmen, die vor den ersten Wachstumsschwellen stehen und sich fragen, wie sie ihre Strukturen optimieren und schlanke Prozesse etablieren können. Unternehmen, die ein System benötigen, das ihnen dabei hilft, klar definierte Workflows zu schaffen und die Übersicht über bestehende und zukünftige Prozesse zu gewinnen sind Adressaten eines Lean ERP.

Nehmen wir zum Beispiel den Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln More Nutrition oder das Modelabel MYMARINI. Unternehmen, die rasant wachsen und mithilfe des Lean ERP-Systems von xentral ihr Wachstum in homogene Strukturen und optimierte Prozesse überführten. Sie konnten durch die Umstellung dezentrale Unternehmensstrukturen zentralisieren, Spitzenlasten bei Bestellungen abfangen oder externe Systeme einbinden, die zuvor Silo-Lösungen waren. Genau für diese Art von Unternehmen wurde Lean ERP entwickelt.

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